Im Moment benutze ich Tracks um Things zu donen. Es ist ein in Ruby on Rails geschriebenes GTD Programm,
das nur aus einem Browser benutzbar ist und weil es sehr stark auf JavaScript
setzt, kann ich das nicht in links oder ähnlichem aufrufen. Außerdem bietet
es mir keine richtige Inbox an, keine wiederkehrende Tasks und ich kann auch kein Startdatum fuer ein Task defenieren.
Ich bin, seit ich wieder GNU/Linux benutze, auf der Suche nach einem GTD
Programm für die Konsole, das meinen Ansprüchen genügt. Irgendwie scheint alles was ich finde, nicht meinen
Anforderungen zu entsprechen. Heute habe ich bei freshmeat ein bisschen
gestöbert und bin dabei auf folgende zwei Programme gestoßen: iKog und
yeaGTD. Beide Programme sind in Python geschrieben, was an sich nicht so
schlimm ist, wobei ich persönlich perl oder ganz simpel in Shellscript
bevorzugen würde, aber man kann halt nicht alles haben.
Ikog besteht nur aus einer einzigen Datei. Man denkt sich zuerst - wow small
and sweet, aber Arschlecken! Die Datei enthält 2660 kaum dokumentierte
Spaghetti-Kode-Zeilen. Da hilft auch die angeblich einfach zu lesende und zur
Sauberkeit zwingende Python-Syntax nicht. Sinnvolles aufteilen des Codes in
verschiedene Dateien, würde die Sache vereinfachen, aber warum schon einfach
wenn es auch kompliziert geht *kotz*.
Nun ja, dachte ich mir, nicht meckern sondern testen kalkin-! Also Programm
gestartet ein bisschen rumgespielt und gemerkt, dass es für meine
Aufforderungen aus folgenden Gründen nicht passt:
-
Man kann das Startdatum aber nicht das Enddatum setzen <ironie>Sehr
sinnvoll</ironie>
-
Es gibt keine Inbox
-
Notizen sind nur Aufgaben mit Prio 0 (wtf?) Woraus resultiert, dass in
der Aufgabenliste standardmäßig auch Notizen drin sind. Man kann es
zwar rausfilter, aber trotzdem habe ich das Gefühl da hat jemand den
Unterschied zwischen einer Notiz und einer Aufgabe nicht verstanden.
-
Es ist nicht möglich Verweise auf Notizen zu machen
Ansonsten ist das iKog ganz nett. Die Ausgabe ist schön bunt, das mag ich an
Konsolenprogrammen und es bietet die Möglichkeit seine Aufgaben zu
verschlüsseln. Das letzte Feature ist für mich irrelevant. Ich verschlüssel
die ganze Platte eh. Außerdem finde ich, dass der Name ziemlich nach iCock klingt,
aber vielleicht ist es auch gewollt.
Also weiter geht es. iKog nach /dev/null geschmissen und yeaGTD entpackt. Das Yea im yeaGTD hat nichts mit Usher zu tun,
sondern steht für yaml encoded aproach. Yaml ist so etwas wie XML nur ein
bisschen anders, aber das ist ja auch unwichtig. Die Hauptsache ist, dass das
Programm funzt. Also frei nach dem Motto Studieren geht über probieren yeagtd
getippt und was sehe ich da? Fehler! WxPython fehlt. Wie es aussieht muss man
yeagtddata für die Konsolenversion von yeaGTD aufrufen. Das wiederum braucht
pyyaml und python-dateutils, also zurück zum Start und Abhängigkeiten
installieren. Ist an sich halb so schlimm, das es nur Python ist. Ich muss
also nichts kompilieren und emerge ist nach zwei Minuten echter Sklavenarbeit
fertig. Noch mal zwei Minuten verschwende ich um rauszufinden, dass yeaGTD ein
Paar große rote und kleine blaue Käfer hat, die Dokumentation teilweise widersprüchlich ist und es weder Startdaten noch wiederkehrende
Task beherrscht.
So genug rumgeheule für Heute. Irgendwann mal setze ich mich hin und schreibe mir selber das GTD Programm meiner Träume.